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Die Seite wurde zuletzt aktualisiert am
23/10/2006
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» DIE VORBEREITUNGEN IN GENUA FÜR DEN G8-GIPFEL
» 20. JULI 2001: DIE PIAZZA ALIMONDA UM 17 UHR 27
» DIE GEGENUNTERSUCHUNGEN

Vorbereitung: 15. - 17. Juli 2001
Alle alten Gebäude, an denen die Teilnehmer des G8 auf dem Weg zum Palazzo Ducale vorbeifahren, werden mit Pappfassaden überdeckt.
In der Piazza Matteotti werden künstliche Zitronen an die Bäume gebunden.
Er herrscht ein Verbot, die Wäsche zum Trocknen vor die Fenster zu hängen.
300.000 Sicherheitskräfte werden aufgeboten: Polizei, Carabinieri, Polizeikorps der Zoll- und Steuerkontrolle, Agenten des Geheimdienstes. Für diesen Anlass wurden sie alle mit einer neuen Ausrüstung versehen: Schutzhelme, Halfter, die das Ziehen der Pistole beschleunigen, Tonfa-Schlagstöcke, CS-Tränengas, mit ätzender Flüssigkeit ausgestattete Wasserwerfer, Panzerwagen, Kampfwagen...
Die Schachtdeckel werden versiegelt.
Barrieren und Eisengitter riegeln die rote Zone hermetisch ab.
Es werden Passierscheine für die Bewohner, die abends nach Hause zurückkehren wollen, ausgestellt.
Es werden Kontrollen und Durchsuchungen, auch nachts, in den Häusern der Einwohner durchgeführt.
Und weiter: die Schaufenster der Geschäfte werden verbarrikadiert.
Die Containerschlangen, verunmöglichen den Zugang zu verschiedenen Stadtquartieren.
8 Staatspräsidente treffen sich im Palazzo Ducale, in Genua.
8 Präsidenten, die über das Schicksal der ganzen Welt bestimmen.
200 Leichensäcke.
8 Entseuchungsduschen im Spital San Martino.
Im Hafen werden Raketen und Minen platziert, um U-Boot Angriffe abzuwehren.
Die Schliessung des Luftraums.
Die Einwohner werden dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen: "die Demonstranten werden verseuchte Blutbeutel abwerfen", steht in den Zeitungen.
Das Schengen-Abkommens, das den Bürgern der Europäischen Union ungehinderte Bewegungsfreiheit und unkontrollierten Grenzübertritt garantiert, wird aufgehoben.
Ständig kreisen Hubschrauber über der Stadt.

Mittwoch, 18. Juli
Grosses Konzert von Manu Chao im Piazzale Kennedy mit mehr als 20.000 Personen. Auch Carlo ist dabei.

Donnerstag, 19. Juli
50.000 Menschen demonstrieren für die Rechte der MigrantInnen. Farbige Luftballone, Trompeten und Trommeln, Fahnen, Spruchbänder, Parolen, spöttisch-spassige Verkleidungen, Tänze und Lieder. Eine Demo, die den ganzen Tag andauert.
Carlo nimmt daran teil und erzählt seiner Familie davon.

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